Ein defekter RAID-Controller kann ein RAID 5 unbrauchbar machen, selbst wenn die Festplatten intakt sind.
Bei einem defekten RAID-Controller ist eine Datenrettung prinzipiell möglich, allerdings ist Vorsicht geboten. Vor einem Austausch muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät exakt identisch oder vollständig kompatibel ist – dazu zählen Firmware, Einstellungen und Konfigurationen. Bereits geringfügige Abweichungen können das RAID-Array destabilisieren und zu Datenverlust führen. Es empfiehlt sich daher, vor einem Controller-Tausch eine gründliche Analyse durchzuführen oder einen erfahrenen Datenrettungsspezialisten zu konsultieren.
Lösungsansätze:
- RAID-Konfiguration sichern: Falls das alte RAID noch erkannt wird, die Konfiguration notieren.
- Versuchen, die Festplatten an einem baugleichen RAID-Controller zu betreiben.
- RAID mit Software-Tools rekonstruieren: Programme wie „UFS Explorer RAID Recovery“ oder „R-Studio“ helfen.
- Kein „Rebuild“ ohne Backup starten! Das könnte Daten überschreiben.
- Falls das RAID nicht mehr erkannt wird, eine professionelle RAID-Datenrettung durchführen lassen.
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